Feuerwehr

Geschichte

Bereits im Jahr 1723 verfügte der Erzbischof und Kurfürst Joseph Clemens in der "Chur-Cöllnischen Herzogthumbs Westphalen Verbesserten Polizey-Ordnung" unter anderem, dass in jedem Hause ein lederner Eimer vorhanden sein müsse. Weiterhin habe in trockenen Zeiten nahe der Haustüre eine große Bütte voll Wasser zu stehen.

2 bis 3 Brandmeister in jedem Dorf sollten bestimmen welche Aufgaben die Bürger (jeder Bürger war bei Strafe verpflichtet zu helfen) im Brandfall zu übernehmen hatten. 1)

Ein Antrag einiger Selbecker, Erlhofer, Stelborner und Schwartmecker Bürger an die Gemeinde Oberhundem vom15. Februar 1858 auf Anschaffung einer Feuerspritze wurde abgelehnt. 2)

Am 17. Februar 1858 brannten in Selbecke 7 Häuser und 3 Nebengebäude ab. 3)

In der Ratssitzung am 4. Februar 1859 wurde der Antrag auf Beschaffung einer Feuerspritze erneut gestellt; mit dem Ergebnis, dass die Gemeinde lediglich bereit war, einen Zuschuss von 1/3 der Anschaffungskosten zu gewähren. 2)

In der Ratssitzung vom 5. April 1865 erging der Ratsbeschluss, dass der Kaufpreis von 43 Thalern für die neue Feuerspritze, welche Kaspar Auwermann aus Selbecke gekauft hatte, von der Gemeinde Oberhundem übernommen werden sollte, wenn die Einwohner von Selbecke, Erlhof und Stelborn je 1/3 der Kosten aufbringen. Das passsende Lokal zur Aufbewahrung der Spritze sollte die Ortsgemeinde auf eigenen Kosten beschaffen. 2)

Wie die erste Selbecker Feuerspritze ausgesehen hat und wo sie untergebracht war, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

Freiwillige Feuerwehr Selbecke

Nach dem Sägewerksbrand Aßmann im September 1953 hatte Robert Aßmann bereits eine provisorische Feuerwehrgruppe ins Leben gerufen. Diese Gruppe war 10 Mann stark, ist jedoch öffentlich nicht in Erscheinung getreten. Als Ausrüstung verfügten sie über ein Hydrantengerät mit dem notwendigen Zubehör.

Im Jahre 1955 errichtete die Firma Schade aus Plettenberg in Selbecker ein Zweigwerk. Auf betreiben des damalien Betriebsleiters Hanke wurde am 1. Oktober 1956 im Gasthof Lenneper die Freiwillige Feuerwehr Selbecke von 29 Bürgern des Selbecker Grunds gegründet.

Erster Wehrführer war Horst Benkendorf. Er stand der Selbecker Feuerwehr über 25 Jahre vor.

Die Firma Schade stellte eine TS4 zur Verfügung und sorgte auch für eine Unterbringungsmöglich auf dem Werksgelände. Bereits 1959 wurde die TS4 durch eine TS8 ersetzt. Auch hier beteiligte sich die Firma Schade wieder mit einem namhaften Betrag.

In den folgenden Jahren wurde die Feuerwehr zu einer Vielzahl von Einsätzen gerufen. Als Beispiel sei hier der große Waldbrand am Illberg im Jahr 1959 genannt.

Ein besonders grausiges Erlebnis hatten die Teilnehmer des Einsatzes bei einem Hausbrand im April des folgenden Jahres. Während der Löscharbeiten stellten Sie fest, dass der Hauseigentümer anscheinend sein Haus selbst in Brand gesteckt und seinem Leben auf dem Dachboden des Hauses ein Ende gesetzt hatte. 3) 4)

Die Freiwillige Feuerwehr Selbecke nach einer Übung im Jahr 1962. Foto: unbek. Slg. Tröster.
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Schon seit vielen Jahren ist die Selbecker Feuerwehr kein reiner Männerverein mehr. So kam z.B. die erste Unterbrandmeisterin des Kreises Olpe (Annette Lücking 1991) aus ihren Reihen. 5)

Seit Anfang des Jahres 2004 hat die Freiwillige Feuerwehr Selbecke ein neues Dienstfahrzeug.


Fahrzeugweihe am 08.02.2004
[Foto: Freiwillige Feuerwehr Selbecke]


Das neue und das alte Fahrzeug im Vergleich. Nein das rechte Fahrzeug ist KEIN Spielzeugauto.
[Foto: Freiwillige Feuerwehr Selbecke]

Quellen:


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