Die Geschichte des Hauses Bruch

Um das Jahr 1340 lassen sich die Vögte von Hundem auf ihrem neu erbauten Herrensitz Haus Bruch nieder und nennen sich fortan von Bruch. In den folgenden Jahren stellen sie die wichtigste Kraft im Machtgefüge des Kirchspiels Oberhundem dar. Die Herren von Bruch sind die Patrone der Kirche zu Oberhundem, Eigentümer mehrerer Güter in Selbecke und Würdinghausen und vom Landesherrn, dem Erzbischoff und Kurfürsten von Köln mit weiteren Gütern belehnt. Darüber hinaus stehen ihnen etliche Zehnte zu.

Skizze Haus Bruch aus dem 17. Jh.
Ausschnitt aus einer Jagdkarte des Hauses Bruch aus dem 17. Jahrhundert.
[Quelle: Archiv Fürstenberg Herdringen: AFH 1179]

Etwa seit dem Ende des 30jährigen Krieges 1648 geht es wirtschaftlich bergab mit den Herren vom Bruch. Die Besitzer leben über ihre Verhältnisse und verschulden sich zunehmend. Das Geschlecht der von Bruch erlischt schließlich 1761 mit dem Tod des letzten männlichen Erben Joh. Nikolaus Adolf von Bruch zu Bruch. Sein Schwiegersohn Heinrich Christoph von Schade zu Ahausen nimmt anschließend das Gut für seine Tochter Antonette Isabella in Besitz obwohl testamentarisch andere Verfügungen getroffen waren. Nach längerem Rechtsstreit wird das Gut Antonetta zugesprochen. Sie und ihr Mann verkaufen 1789 Haus Bruch an Antonettas Halbbruder Maximilian Friedrich von Schade.

Beginnend mit dem Jahr 1804 wurde das Gut zunächst auf 12 Jahre an August Vetter verpachtet. Dieser Pachtvertrag wurde nach Ablauf bis 1828 verlängert.

1818 geht das Gut in den Besitz von Friedrich Leopold von Fürstenberg über, der den Pachtvertrag mit August Vetter fortsetzte. Anschließend wurde der Pachtvertrag mit Friedrich Vetter bis 1844 erneuert. Danach saß dann bis 1864 erst Johann Knebel und dann sein Sohn Heinrich auf dem Gut. Auf diesen folgte Johann Reichling aus Marmecke, dessen Nachkommen das Gut bis heute bewirtschaften.

Stammlinie der von Bruch

1356 - 1369 Adolf von Hundem gt. Bruch
Johann von Hundem gt. von dem Bruch
1410 - Johann von Bruch zu Bruch
1483 - Eberhard von Bruch
1510 - Ruprecht von Bruch zu Bruch
1579 - 1587 Meffried von Bruch zu Bruch
1613 - 1647 Dietrich Hermann von Bruch zu Bruch
1651 - 1657 Wilhelm Heinrich von Bruch zu Bruch
1684 - 1724 Dietrich Hermann von Bruch zu Bruch
+1761 Johann Nikolaus Adolf von Bruch zu Bruch

Pächter

1804 - 1828 August Vetter
1833 - 1844 Friedrich Vetter
bis 1864 Johann Knebel später sein Sohn Heinrich
seit 1864 Johann Reichling


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