Die Geschichte Selbeckes

Die älteste urkundliche Erwähnung Selbeckes geht auf das Jahr 1435 zurück. In einem Pergament, das im Graf v. Spee'schen Archiv zu Ahausen liegt, beurkunden Ernwert van Elspe, gen. Gybeldey, und sein Sohn Degenhart am 8. Sept. 1435, dass sie mit Johanne von Snellenberge und Hermanne von Ole Eigenleute tauschen, nämlich des verstorbenen Hanse Huses Sohn zu Selbeke und Geseken, Stoilkens Tochter von Ouernhundem. Auch der Hof Huses später Hennecke heute Vente kann damit auf eine fast 570-jährige Geschichte zurückblicken.

Der Name Selbecke ist ursprünglich wohl nur der Bachname gewesen, der dann mit zunehmender Besiedlung auch auf den Ort übertragen wurde. Das Grundwort sel leitet Günther Becker von sal = "Hütte im Weideland" oder sele = "Niederung, Wiese" her. Der Namenszusatz becke = "Bach" findet sich in vielen Orts- und Flurnamen der näheren Umgebung meist in der Form -mecke wieder (z. B. Kortemecke, Lannemecke).

In der Türkensteuerliste von 1565 werden bereits sieben der Selbecker Höfe erwähnt (Trost, Schmidt, Storck = Piper, Seute, Hußer = Hennecke, Lyndenhoeve = Jörgens und Suens).

Die Kapelle, St. Agatha geweiht, wird 1594 erstmalig genannt.

Am 25. Februar 1858 vernichtet ein Großfeuer 7 Wohnhäuser (Vente, Stracke, Schulte, Mönnig, Schmelter, Aufermann und Kewekordes) und 5 Nebengebäude.


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